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Weit hinaus

Am Ende jeder langen Reise voller Strapazen erhoffen wir uns Klarheit, Glück oder Erlösung, obendrein auch noch auf ewig. Das Leben jedoch spielt unberechenbar und kaum etwas ist von ewiger Dauer; weder Glück, noch Schmerz. Nachdem wir glauben, das Schlimmste überstanden zu haben, hält uns das Leben neue Herausforderungen parat. Wir kämpfen und rennen und wachsen und in dem Moment, in dem wir uns unbesiegbar fühlen, stehen wir erneut vor neuen großen Hürden. Während die Reichsten der Reichen aus lauter Übersättigung und Mangel an Herausforderungen sich neue Yachten, Villen und Privatjets zulegen, um nicht im Suizid zu enden, sind es für uns Normalsterblichen die scheinbar kleinen, winzigen Erfolge, die uns immer weiter antreiben. Wir denken in Etappen und die Zukunft erscheint uns ungewiß. Diese Ungewißheit ängstigt uns, aber sie ermöglicht uns gleichzeitig Entwicklungsmöglichkeiten.
18.5.17 04:44


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Schwarz/Weiß, einer der stärksten Kontraste unseres Lebens. Neben Gut und Böse, Himmel und Hölle, Hass und Liebe. In den Zwischentönen verbergen sich die Details, die uns in unserer Entscheidung prägen, auf welche Seite wir uns schlagen. Zeitweise stecken wir zwischen zwei Pol-en fest, wenn die Gegenkräfte gleich stark wirken. Es setzt ein Gefühl der Unvollkommenheit ein. Wir sind gespalten. In solchen Momenten überlassen wir die Entscheidungsmacht oftmals dem Schicksal und glauben, das Drehbuch zu unserem Leben von einer höheren Gewalt schreiben zu lassen. Wir machen es uns damit zu leicht und zu schwer gleichzeitig. Das, was wir Schicksal nennen, ist ein Gegenpol zu unserem freien Willen, den wir nach Beliebem anerkennen oder abstreiten. Es ist Ausdruck der Dialektik des Körper/Seele-Problems. Dualität durchzieht unser gesamtes Universum, in Form von Licht und Dunkelheit, in der Einheit und dem Widerspruch der Strukturen für eine der allgemeingültigsten Gesetze der Natur im Bereich der sichtbaren und dunklen Materie, der Gravitation und der nicht-gravitativen Wechselwirkungen. Alles ist dialektisch, dualistisch und antipodisch, aber gleichsam vollkommen, synchron und harmonisch. Aus diesem Grund sind wir hin und hergerissen zwischen Glaube und Nichtglaube, zwischen richtig und falsch, Gott und Teufel, Schicksal und Willenskraft. Wir sind Ausdruck des (zwie)gespaltenen Kosmos.
29.4.17 17:44


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