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Sinnzusammenhang

Wo Wissenschaft bei der Klärung der Frage, was vor dem Urknall war, keinen empirischen Zugang findet, kommt Religion ins Spiel, die eine göttliche Urkraft postuliert.
Religionen sind Überbleibsel aus einer Zeit, wo märchenhafte Erzählungen Hochkonjunktur hatten.
Man muss sich das vor Augen führen: In einer Zeit, in der wissenschaftliche Erkentnisse noch nicht mal in den Kinderschuhen steckten, hatte die Bibel/der Koran verständlicherweise enormen Zuspruch. Prophet Mohammed behauptete, ein Gesandter Gottes zu sein, der durch Allah sprach und seine Worte in Form des Korans niederschrieb. In Wahrheit war Mohammed Epileptiker. Seine Epilepsieanfälle (Epilepsie war damals als Krankheit nicht bekannt) wurden fälschlicherweise als Phasen göttlichen Ausdrucks interpretiert. Mohammed lebte das Gegenteil dessen, was er im Koran für die Menschen als für bindend erachtete. Mohammed hatte zu seiner Zeit mit starken Frauen zu tun, die ihn durchschauten. Seine Ehefrau "Aischa" war eine davon. Dies war einer der vielen Gründe warum Mohammed den Koran so schrieb, wie er ihn schrieb. Der Koran ist nicht die heilige Schrift des Islam, sondern im Grunde die Schrift eines gekränkten, kranken und frauenfeindlichen Mannes namens Mohammed.
Szenensprung zum Christentum: Wenn man die Bibel im historischen Kontext betrachtet, kann man schnell zur Einsicht gelangen, eine Rechtfertigung für die Kreuzzüge gefunden zu haben.
Wenn wir also nach einem Gott suchen, dann finden wir ihn ganz sicher nicht in solchen vermeintlichen "heiligen Schriften". Wenn es so etwas wie eine göttliche Überkraft gibt und wir sie verstehen wollen, müssen wir in gänzlich anderen Kategorien denken, zu denen wir womöglich als Spezies Mensch (noch) nicht imstande sind, wahrscheinlich nie imstande sein werden. Womöglich gibt es gar keinen Gott. Womöglich hat sich das Universum aus quantenmechanisch für uns nachwievor unerklärlichen Gründen "selbst" in seine Existenz geworfen, ohne Grund, ohne Sinnzusammenhang. Es passierte, weil es passieren musste. Die Gesetze der Physik richten sich nicht nach Kategorien wie "Sinn" oder "Unsinn". Sie sind einfach da; und wir als "denkende Geschöpfe" sind bloß eine (notwendige?) Konsequenz in der Kosmologie.
Greifen wir nach religiösen Prinzipien, weil wir die Antworten auf so viele Fragen nicht kennen, um nicht den Vertstand zu verlieren? Welchen Stellenwert als Mensch besitzen wir anbetracht der unendlichen Weite des Weltalls? Welche universellen Verantwortungen müssen wir übernehmen, um als Spezies irgendwann nicht uns selbst auszurotten?
Die Evolutionstheorie ist eine naturwissenschaftliche Erklärung unseres Daseins, aber keine kosmologische, das ist klar. Was ist, wenn selbst das Universum Evolutionsstufen durchlebt? Dass vor unserem Universum nicht bereits ein anderes existiert hat, bestehend aus ganz anderen physikalischen Gesetzmäßigkeiten?
Religionen geben darauf keine Antworten, sie sind allenfalls eine Art Beruhigungspillen: "Hey, das alles hier, unsere ganze Existenz, das Universum, die Unendlichkeit, das war alles Gott, also chill mal und lebe ein frommes Leben, dann wird alles gut und am Ende ist das Paradies." Wenn ich an eine Religion glauben will, dann sicher nicht an eine, die belehrend ist, Alltagsanweisungen gibt, Pflichten aufbürdet.
Die Verletzlichkeit von Religionen macht sich insbesondere am folgenden Satz erkennbar: Wenn Religionen beweisbar wären, wären sie Wissenschaft.

 

22.11.17 22:56


"Kreativ sein bedeutet ja nicht ein Problem zu lösen. Das ist mathematische Kreativität. Das ist vielleicht die Kreativität einiger Ingenieursberufe. Normalerweise bedeutet kreativ zu sein, etwas zu tun, wo man nicht weiß, was dabei herauskommt."

(Richard David Precht)

27.8.17 00:38


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